Mai


Donnerstag 26.05.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Marlene

Blues Joint Session

mit Kay Steffens



Freitag 27.05.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Pavillon

Lutz Krajenski meets Juliano Rossi

Swing und Pop vom Feinsten



Freitag 27.05.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Garbsen, Ludwigstraße 4

Jazztage Jazzclub Garbsen: Jazzorgan

Zum Auftakt der Jazztage spielt die 2019 gegründete Big Band Jazzorgan eine musikalische Hommage an den bekannten Bandleader, Pianisten und Arrangeur Stan Kenton. Der 1911 geborene Musiker aus Wichita, Kansas, entwickelte früh eine besondere Leidenschaft für den orchestralen Jazz und im Laufe seines Lebens erfand er ganz unterschiedliche Big Band-Sounds: Vom eher traditionellen Klang der Dance Bands über Fusionen mit europäischer Klassik bis hin zu Latin Jazz und Jazzrock reicht die Bandbreite von Kentons Musik. Gemeinsam mit bedeutenden Musikern seiner Generation wie Lee Konitz, Art Pepper, Bill Holman und dem Arrangeur Pete Rugolo wurde Stan Kenton zur Legende des „Third Stream“ und des „Progressive Jazz“ mit großformatigen Besetzungen, gewaltigen Akkorden und mächtigen Klangschichten. Der Konzertabend ist ein Streifzug durch sein musikalisches Werk. Erklingen werden Big Band-Klassiker wie „Dynaflow“, „Intermission Riff“, „The Peanut Vendor“ und „Artistry in Boogie“. Jazzorgan – dahinter verbirgt sich das Jazzorchester Garbsen. Die engagierten Musiker der halbprofessionellen Projektband unter Leitung von Bodo Schmidt beweisen seit der Neugründung ihre Liebe zu originalen Arrangements der großen Big Bands und eine hohe Detailgenauigkeit.



Samstag 28.05.

Beginn
14.00 Uhr

Ort
Fiedeler Platz

19. Döhrener Jazz-Festival

u.a. mit den Swinging Oldtimers



Samstag 28.05.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Garbsen, Ludwigstraße 4

Jazztage Jazzclub Garbsen: Jeff Cascaro

Heute ist der international bekannte Jazzsänger Jeff Cascaro zu Gast bei den Jazztagen. Der Musiker hat in den letzten Jahren wie kein Zweiter den Soul Jazz in Deutschland populär gemacht. Nun wendet er sich mit gleicher Leidenschaft dem klassischen Jazz zu, bleibt aber in der Auswahl der Songs und Balladen einer bluesigen Grundfärbung treu. So changiert das neue Bühnenprogramm „Love & blues in the city“ zwischen klassischen Jazz Stücken und Rhythm’n Blues- und Bluesnummern. Durchweg aber spielt er die Musik mit jazziger Leichtigkeit und versteht es gekonnt, die Lässigkeit des Swing mit der rauen Erdigkeit des Blues zu verbinden. Dargeboten wird dieses abwechslungsreiche Programm in einer hochkarätigen Quartett- Besetzung mit viel Raum für Dynamik und stimmliche Feinheiten. Begleitet wird Cascaro, der auch als namhafter Trompeter gilt, von Olaf Polziehn am Piano, Christian von Kaphengst, Bass und Hans Dekker an den Drums. Resultat ist eine sehr emotionale Musik mit viel Groove, die feinste Gesangsparts mit Improvisationen mischt. Im Zentrum des Geschehens steht die warme Gesangsstimme Jeff Cascaros, der in der Tradition der großen Jazzsänger agiert.



Sonntag 29.05.

Beginn
11.00 Uhr

Ort
Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Garbsen, Ludwigstraße 4

Jazztage Jazzclub Garbsen: Lulu White Salon Orchestra

Gepflegter Jazz der Zwanzigerjahre erwartet die Besucher beim Matinee-Konzert vom Lulu White Salon Orchester am Sonntag, 29. Mai, 11 bis 13 Uhr. Namensgeberin des Ensembles ist die Geschäftsfrau Lulu White, Granddame des Nachtlebens der Südstaaten-Metropole New Orleans. Zu Zeiten von Louis Armstrong soll sie dort stets die besten Musiker zur Abendunterhaltung verpflichtet haben. Der Name Lulu White steht für Qualität, Spritzigkeit und Flexibilität mit dem Hauch exotischer und erotischer Raffinesse. Zum Ensemble gehören Daniel Zeinoun (Trompete, Flügelhorn, Gesang) Uli Hempen (Posaune, Gesang), Klaus Strohmeyer (Banjo, Gitarre, Gesang), Thomas Lück am Kontrabass und Sousaphone.



Sonntag 29.05.

Beginn
16.00 Uhr

Ort
Cavallo

Walt Kracht Orchester

Konuert zum 55. Bühnenjubiläum



Sonntag 29.05.

Beginn
18.00 Uhr

Ort
Rampe

Bogdanović

Die Jazz-Sängerin/Songwriterin Mirna Bogdanović kombiniert Gesang und Instrumental, Individuum und Kollektiv, Echtzeit und Postproduktion, Wahrnehmung und Realität: alles präsentiert in ihrem kürzlich veröffentlichten Debütalbum „Confrontation“ (Klaeng Records). Das Album wurde kürzlich mit dem Deutschen Jazzpreis als „Debütalbum des Jahres“ ausgezeichnet und steht auf der Bestensliste von der Deutschen Schallplattenkritik. Bogdanović stammt aus Slowenien/ Bosnien und lebt heute in Berlin. Sie ist Downbeat- Preisträgerin, ehemaliges Mitglied des Bundesjazzorchesters, ehemalige Stipendiatin der Universität der Künste/ Berlin, Musikfonds und des slowenischen Kulturministeriums und aktuelle Stipendiatin des Berliner Senats. Als aktives Mitglied der Berliner Jazzszene hat sie mit zahlreichen internationalen Musiker*innen im In- und Ausland zusammengearbeitet.
Mirna Bogdanović – Gesang, Effekte, Ukulele; Peter Meyer – Gitarre; Povel Widestrand – Klavier, Synthesizer; Felix Henkelhausen – Bass; Philip Dombusch – Schlagzeug



Juni


Donnerstag 02.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
TAK

Lora Kostina Trio und Pascal von Wroblewsky 

„Vom Hoffen und Handeln: Poesie von Boris Pasternak trifft Jazz des XXI Jahrhunderts“. Die Idee dieses Projektes ist die Vertonung ausgewählter Gedichte aus dem nobelpreisgekrönten Roman „Doktor Schiwago“ vom russischen Schriftsteller Boris Pasternak und deren Interpretation im Kontext von Modern Jazz. Die Atmosphäre der umbruchs-intensiven Zeit der ersten Hälfte des XX Jahrhunderts hat viele Parallelen zu der besonderen Gegenwart von heute. Pianistin Lora Kostina mit ihrem Trio und die außergewöhnliche Sängerin Pascal von Wroblewsky kreieren in ihrem neuen Programm eine ganz besondere Stimmung zwischen zwei Jahrhunderten und Welten.
Pascal von Wroblewsky: Gesang; Lora Kostina: Klavier, Kompositionen; Daniel Werbach: Kontrabass; Tom Friedrich: Schlagzeug



Freitag 03.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Faust (Warenannahme)

Jazz’n’Poetry

Der hannoversche Jazz-Slam. Jazz’n‘Poetry – das bedeutet Knistern. Dann ein Brand zwischen den Zeilen, vom Text entfacht, von der Musik befeuert. Der Jazz-Slam verschränkt Klang und Wort. Die feinsten Slam-Poet*innen des deutschsprachigen Raumes zeigen ihr Schaffen mit einer neuen Note, begleitet von einer erstklassigen Jazz-Band. Das ist fein, das ist Feuer, das ist Jazz’n‘Poetry. Es lesen und performen Annette Flemig (Berlin), Tabea Farnbacher (Bochum) und Dalibor Marković (Frankfurt). Durch den Abend führt Henrik Szanto.
Eine Veranstaltung von “Macht Worte!” – der hannoversche Poetry Slam.



Samstag 04.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Marlene

The Untouchables

Nach  langen Zwangspause sind die Untouchables wieder zurück in der Marlene. Die Band begeistert das Publikum mit ihrem Können, freien Improvisation und individuellen Zügen.  The Untouchables überraschen nicht nur mit Jazz-Klassikern, sondern sie verfügen über ein breites Spektrum verschiedenster Stilrichtungen.
Besetzung: Inna Vysotska – Vocals; Stepan Shadikyan – Trumpet; Dmitry Suslov – Sax; Felix Roscher- Piano; Mark Figge – Bass; Julian Nicolaus – Drums



Sonntag 05.06.

Beginn
18.00 Uhr

Ort
Stadthaus, Burgdorf

Blues & Boogie Festival

mit Abi Wallenstein, Henry Heggen, Klaus & Volker; K.C. Miller u.a.



Sonntag 05.06.

Beginn
18.00 Uhr

Ort
Tonhalle

Max Hobohm Trio

Bei diesem Konzert treffen die langjährigen Spielkameraden Matthias Meyer und Max Hobohm auf den rennomierten Leipziger Bassisten Robert Lucaciu. Matthias und Max spielen schon seit 6 Jahren in unterschiedlichsten Besetzungen- davon am Längsten in der Band MØA. An diesem Abend soll ihre gemeinsame, musikalische Sprache durch die Virtuosität und das Ideenreichtum von Robert Lucaciu ergänzt werden.

Der Potsdamer Max Hobohm spielt Klavier seit dem achten Lebensjahr, seine Leidenschaft gilt bald dem Jazz. Ab 2016 studiert er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und wird schnell in der jungen Jazzszene Hannover bekannt und gestaltet sie aktiv mit. Er nahm Unterricht bei Pablo Held, Michael Wollny, Phil Donkin und Eva Klesse. Das klassische Klavierspiel und die intensive Beschäftigung mit Komponisten wie Ravel, Debussy, Stravinsky, Chopin und Rachmaninoff eröffnen ihm Klangwelten, die neue Wege für seine Musik aufzeigen. Sein Spiel ist manchmal melancholisch und melodisch, manchmal wild und abstrakt; dabei versucht er stets, eine klare musikalische Sprache zu sprechen.

Max Hobohms Musik lebt von einem hohen Energielevel, ekstatischen Gefühlsausbrüchen und lyrischer Einfühlsamkeit. In der freien, kollektiven Improvisation spielt für ihn der musikalische Austausch mit Mitmusikern eine große Rolle. Seine Musik ist ständig in Bewegung und erzeugt vibrierende Sphären, deren Klanglichkeit von romantisch-kammermusikalisch bis hin zu expressiv- geräuschhaft reicht.

Robert Lucaciu – Kontrabass Matthias Meyer – Schlagzeug Max Hobohm – Klavier



Sonntag 12.06.

Beginn
18.00 Uhr

Ort
Tonhalle

Schultze Ehwald Rainey

Der Saxophonist Peter Ehwald und sein pianistischer Partner Stefan Schultze gestalten offene Dialoge, die sich als Suchprozess offenbaren. Es ist besser, eine Frage zu viel zu stellen, als irgendwann der Versuchung einer vorschnellen Antwort zu erliegen. Was die beiden nun seit Jahren angehen, zeigt eine tiefe Harmonie, die nur mit der Bekräftigung der Unterschiede zwischen ihren beiden Charakteren bestehen kann. Aus diesem Ansatz heraus nahmen die beiden den New Yorker Schlagzeuger Tom Rainey in ihre Mitte. Und in dieser Konstellation erweist dieser sich als kraftvoller Impulsgeber, denn gerade die ineinander verschlungenen, asymmetrischen rhythmischen Muster bereichern die intuitive Symbiose von Ehwald/Schultze ungemein. „Der Reiz dieser extrem emotionalen Musik liegt in der Spannungzwischen diesen drei Individuen – von der Vielfalt ihrer musikalischen Wege, die zu einem gemeinsamen Ziel führen.“
Rainer Bratfisch, Jazzpodium.
Stefan Schultze – Klavier; Peter Ehwald – Saxophon; Tom Rainey – Schlagzeug



Montag 13.06.

Beginn
20.30 Uhr

Ort
Jazz Club

Julian Scarcella and Friends

Es ist zu einer guten Tradition geworden, dass Absolventen des Jazz-Studiengangs der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) ihr Abschlusskonzert im Jazz Club geben. SAFE (Scarcella and Friends Extended) ist ein Künstlerkollektiv um den Hamelner Gitarristen, Komponisten und Produzenten Julian Scarcella, der an diesem Abend seine Master-Abschlussprüfung absolviert. Die Formation besteht aus Musikern diverser Genres und zeichnet sich durch aufwändige Kompositionen aus, die Bestandteile aus Jazz, Fusion, Rock, Ethnic, Klassik und Neue Musik verbinden. Das Konzert von Scarcella ist ein Unikat, zu dem der Gitarrist in variierenden Besetzungen seine Favoriten aus Klassik, Jazz und Metal zur großen Abschlussfeier im Jazz Club eingeladen hat.
Julian Scarcella (g), Mario Ehrenberg-Kempf (b), Simon Schröder (d), Nicolae Gutu (acc), Simon Asmus (keys)



Mittwoch 15.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Marlene

Clean, Fine and Funky

Die Big Band clean, fine & funky kommt mit neuem Programm in die Marlene. Arrangements von Thad Jones, Peter Herbolzheimer, und Pat Metheny u.a., dazu Gesangstücke, durch die Roger Cicero bekannt wurden, intoniert von Sänger Friedemann, der die genau richtige Stimme für die Cicero Stücke hat. Auch die exzellente Sängerin Gosia wird einige neue Stücke präsentieren. clean, fine & funky gibt es schon seit 40 Jahren! In der Zeit haben viele Musiker*innen aus Hannover und Umgebung hier gespielt. Etliche sind seit vielen Jahren dabei. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule endet im September 2022. Deshalb werden wir auch alle Ehemaligen eingeladen, diese 40 Jahre des Bestehens zu feiern.



Mittwoch 15.06.

Beginn
20.30 Uhr

Ort
Kulturpalast Linden

Seitwärts Avantgarde Session

Das Trio Lentz – Vorfeld – Hammerschmidt präsentiert mit seiner Besetzung von Querflöten, Perkussion und Kontrabass eine extrem weitgefächerte Klangfülle. Mit einer Reihe von Eigenkompositionen (speziell für Trio- Besetzungen geschrieben) und Improvisationen präsentiert sich eine feingliedrige, klangorientierte und von einer eigenwilligen Interpretation geprägte Musik. Unorthodoxe Kompositionsmethoden gepaart mit speziellen Spieltechniken entwerfen einen vielschichtigen und immer wieder überraschenden Klangkosmos. Das Ensemble präsentiert eine Musik kammermusikalischer Intensität, wie man sie so nur selten erleben kann. Alle drei verbindet ein höchst ausgeprägter Sinn für klangfarbliche Nuancen und luftige Klangflächen.
Ulrike Lentz (Kassel): Flöten • Michael Vorfeld (Berlin): Perkussion • Reinhart Hammerschmidt (Bremen): Kontrabass



Sonntag 19.06.

Beginn
14.30 Uhr

Ende
20.30 Uhr

Ort
Kunst und Begegnung Hermannshof e.V., Röse 33, Springe-Völksen

TonhallenKonzertFest 2022

Siehe  „News“!

Programm:
14:30 Uhr, Lisa Wulff Trio
15:50 Uhr, Fette Hupe featuring Tamara Lukasheva Pause
17:45 Uhr, Angelika Niescier Trio
19:00 Uhr, Hildegunn Øiseth Quartett

14:30 Uhr, Lisa Wulff Trio
Gabriel Coburger – Saxophon; Lisa Wulff – Kontrabass; Tobias Backhaus – Schlagzeug
Das Lisa Wulff Trio spielt Eigenkompositionen des Contemporary Jazz. Mit dem Saxophonisten Gabriel Coburger und dem Schlagzeuger Tobias Backhaus hat sich die Bassistin und Bandleaderin ein hochkarätiges Trio aus eigensinnigen Musikern zusammengestellt, die ihren Kompositionen die richtigen Farben verleihen. Von Groove und Swing bis hin zu freien, sphärischen Improvisationen oder klassisch anmutenden Werken ist bei Lisa Wulffs Kompositionen alles möglich. Die drei Musiker*innen, die sich aus verschiedenen Besetzungen – von Duo bis hin zu Bigband – kennen, bilden eine starke Einheit, die vertraut klingt und dabei immer experimentell und voller Risikofreude ist. Die gebürtige Hamburgerin, die an den Musikhochschulen Bremen und Hamburg bei Detlev Beier und Lucas Lindholm Bass studierte, war 2016 Preisträgerin des IBSH JazzAwards, wurde 2017 mit ihrem Quartett Album „Encounters“ für den Echo Jazz nominiert und bekam 2019 den Hamburger Jazzpreis verliehen. Neben ihren eigenen Bands und Projekten ist Lisa Wulff am E-Bass, wie auch am Kontrabass regelmäßig bei der NDR Bigband zu hören und tourt national und international mit renommierten Musikern wie Rolf Kühn, Nils Landgren, Wolfgang Haffner, Christof Lauer und vielen anderen.

15:50 Uhr, Fette Hupe featuring Tamara Lukasheva
Wenn eine Bigband diesen Namen verdient hat, dann diese: Der Zusammenschluss hannoverscher Aktivkräfte des modernen Jazz unter der Leitung von Jörn Marcussen-Wulff spielt allerfetteste Arrangements, hupt großartige Soli und hat genauso viel Charme und Witz, wie es der Bandname verspricht. Die Fette Hupe zählt seit ihrer Gründung im Juni 2009 zweifelsohne zu einer der beliebtesten Bigbands der deutschen Jazzlandschaft und steht für innovative, genreübergreifende Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Musiker*innen, Schauspieler*innen, bildenden Künstler*innen oder Tänzer*innen. Unter dem Dach der Jazz Musiker Initiative Hannover steht die Fette Hupe für kompromisslose, selbständige und frische Musik made in Hannover und Niedersachsen und zeigt immer wieder aufs Neue, wie spannend und vielseitig Bigband-Musik klingen kann.
Leitung: Jörn Marcussen-Wulff
Saxophone: Nils Brederlow, Paul Engelmann, Lars Stoermer, Coco Guerra, Felix Petry Trompeten: Benny Brown, Marvin Zimmermann, Tom Trabandt, Axel Beineke
Posaunen: Uwe Granitza, Sonja Beeh, Hans Wendt, Felix Konradt
Rhythmusgruppe: Klaus Spencker (git), Eike Wulfmeier (p), Clara Däubler (b), Tobias Backhaus (dr)

Tamara Lukasheva ist Sängerin, Komponistin, Musikerin. Sie geht voller Neugier und mit wachen Sinnen durch die Welt. Musik ist ihre Muttersprache – und ihr Mittel, um Eindrücke, Begegnungen, Alltag und Weltgeschehen zu verarbeiten. Sie möchte etwas Neues erschaffen, das andere Menschen berührt und über Grenzen und musikalische Kategorien überschreitet.
Tamara Lukasheva wurde 1988 in Odessa, Ukraine, geboren. Von 2003 bis 2007 studierte sie am Konservatorium in Odessa und von 2010 bis 2015 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, wo sie heute lebt.
Wichtige Auszeichnungen
2021 erhielt sied en WDR Jazz-Preis für Kompsition
2018 erhielt sie als „außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin“ das Horst-und-Gretl- Will-Stipendium und den Kölner Jazz Preis.
2017 erhielt sie den Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim, den einzigen deutschen Jazzpreis, der per Publikumsvotum vergeben wird.
2016 gewann sie den Bujazzo-Kompositionswettbewerb.

17:45 Uhr, Angelika Niescier Trio
Angelika Niescier – Altsaxophon; Phil Donkin – Bass; Moritz Baumgärtner – Schlagzeug
Das Angelika Niescier Trio mit Phil Donkin am Bass und Moritz Baumgärtner am Schlagzeug durchforscht jeden möglichen Aspekt des Zusammenspiels – mal kammermusikalisch fein und transparent, mal explosionsartig ungestüm und dicht, immer spannungsgeladen bis in den letzten Ton und in die letzte Pause. Die Band präsentiert Niesciers Musik, die zeitlos und zeitgemäß zugleich ist. Die Komplexität und Originalität der Kompositionen ist unüberhörbar, die organische Struktur führt die Zuhörer*innen in mannigfaltige Musikwelten, was die Performance des Trios so spannend macht. Mit absoluter Souveränität transportieren die drei eine fesselnde Intensität durch ihre Musik und ihren Sound.

19:00 Uhr, Hildegunn Øiseth Quartett
Hildegunn Øiseth – Trumpet, Flügelhorn, Goat Horn; Espen Berg – Piano; Magne Thormodsæter – Bass; Per Oddvar Johansen – Drums
„Hildegunn Øiseth ist eine der vielseitigsten und spannendsten Trompeterinnen Skandinaviens. Sie verfügt über einen unverwechselbaren Klang, zeitlose Eleganz, eine ganz eigene, natürliche Improvisationssprache und traumwandlerische Stilsicherheit. Hier ist eine kraftvolle Poetin am Werk, die mit jedem einzelnen Ton die Herzen der Zuschauer und ihrer Mitmusiker*innen berührt.“ Sarah Chaksad
Hildegunn Øiseth studierte an der Schwedischen Musikakademie (Ingesunds musikhögskola). Nach dem Abschluss gehörte sie von 1990 bis 1999 zur Bohuslän Bigband, mit der sie an Alben von Lars Jansson beteiligt war. Dann ließ sie sich bis 2001 in Südafrika nieder, wo sie in der Band Uhambo spielte (zwei Alben); zudem trat sie in Malaysia, Pakistan und dem Nahen Osten auf. Hildegunn Øiseth veröffentlichte 2009 ihr Debütalbum Hildring, wo sie sich auf das traditionelle Bukkehorn konzentrierte. Das aus dem Gehörn einer Ziege gefertigte traditionelle norwegische Instrument Bukkehorn spielte sie auch über Elektronik. Das folgende Album, Stillness (2011), wurde von der Kritik hoch gelobt; dort arbeitete sie abwechselnd mit Mats Eilertsen, Thomas Strønen und den Pianisten Torbjørn Dyrud und Eyolf Dale. Mit Tommy Kotter, Peter Janson und Anders Kjellberg entstand das Album Valencia (2013), auf dem deutlich wird, dass sie eine „markante Trompetenstimme der skandinavischen Jazzwelt“ darstellt. Zudem tourte sie mit ihrem Worldmusic-Projekt Rabalder, das Musiker aus verschiedensten Teilen der Welt versammelt, und ist Bandleaderin des norwegisch-palästinensischen Kollektivs Sharaka. Aktuell ist sie Mitglied im Trondheim Jazz Orchestra, gehört zu Marilyn Mazurs Shamania. Seit 2012 repräsentierte sie Norwegen im Jazz Baltica Ensemble beim Festival JazzBaltica. 2019 gründete sie das spannende Projekt PANDA, welches im Rahmen eines Kompositionsauftrages des Jazzfests Trondheim entstanden ist. Momentan konzentriert Hildegunn sich hauptsächlich auf ihr eigenes Hildegunn Øiseth Quartet, mit dem sie 2016 das Album „Time Is Coming“ und 2020 das „Album Manana“ veröffentlichte.



Donnerstag 23.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Marlene

Blues Joint Session

mit Kay Steffens



Sonntag 26.06.

Beginn
18.00 Uhr

Ort
Tonhalle

Die Therapie

Jazz muss Ekstase auslösen, wenn es nach Arno Grußendorf und Jakob Seeber von Die Therapie geht. Zu oft gilt er als untanzbar, akademisch, elitär: Ihr Song „Renaissance“ spricht von einem „dunklen Zeitalter“. Also ersetzen der Gitarrist und der Schlagzeuger Scheuklappen durch Innovation. Jazz mit stampfenden Beats und düsteren Synthieklängen, die nach Untergrund- House riechen und ausgehungerte Feiersüchtige in die Bewegungslust treiben. Die Therapie will das Genre mit einem 1000-Volt-Stoß aus der Dunkelheit ins Licht der Tanzflächen peitschen. Dafür saugen Arno und Jakob 20 Jahre lang die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse wie Schwämme auf. Beide besitzen eine traditionelle Musikausbildung: Arno studiert in Amsterdam und Berlin, Jakob in Würzburg und Prag. Dort feilen sie unermüdlich an ihren Fähigkeiten, festigen aber vor allem ihre Prinzipien: Die verschulte Orthodoxie ist ihnen völlig zuwider. Jakobs Begeisterung für Musik beginnt im Teenager-Alter mit dem True School-Hip Hop der 90er, als Der Nussigmilde baut er sich über ein Jahrzehnt eine eigenständige Karriere als Rapper und Produzent auf. Dank Genre-Gurus wie Photek brennt er auch für Drum and Bass und House mittlerweile lichterloh. Arno, der einer zutiefst musikalischen Familie entstammt, landet über klassisches Klavier und Geige bei der Gitarre. Sofort ergriffen von ihrem Klang, jagt er jahrelang wie ein Besessener ihrer Meisterschaft hinterher. Er lernt bei Größen wie Kurt Rosenwinkel und stellt eine erfolgreiche Solo-Karriere auf die Beine. Doch von selbstgerechter Virtuosität will er am Ende nichts mehr wissen: Sein Instrument ist die Verlängerung seiner Emotionen, ein Geständnis mit sechs Saiten.

Was mit Bach und De la Soul begann, ist jetzt ein Amalgam aus Einflüssen: Eine Neugier und Grenzenlosigkeit, die sich der Londoner Szene um Tom Misch oder Yussef Dayes verbunden fühlt. Als Die Therapie mischen Arno und Jakob Straßendreck mit schwelgerischem Hedonismus. Peitschende Breakbeats treffen auf wabernde Synthie-Rhythmen, gleisende Gitarrenfiguren schwingen sich durch Songs wie „Level Up“ oder reißen verzerrte Löcher in die Melodien von „Flakes“. Rasend schnelle Soli verbinden sich mit den bedrohlichen Klängen düsterer Elektro- Clubs und lässigen Hip Hop-Beats. Der gewaltige, pompöse Sound dient einem einzigen Zweck: Das Publikum zu elektrisieren.

Bei Auftritten brechen sie daher bewusst mit Konventionen: Genre-Puristen werden schockiert sein, wie viel elektronisches Live-Equipment sich auf der Bühne tummelt. Gitarren und Schlagzeug sind durch Pads und Laptop ergänzt. Sprach- und Vinylsamples mischen die Songs auf. Ableton entweiht die Jazzbühne. Das Ganze ergänzen die beiden durch Innovation im Studio: „Wir arbeiten wie in der modernen Pop-Produktion als Sänger-und Produzenten-Duo“, erklärt es Arno. „Zum Beispiel kommt Jakob mit einem Beat vorbei und ich schmücke es melodisch aus.“ Viele Songs entstehen aus einer rhythmischen Idee und bewahren sich so eine rohe Tanzbarkeit.

Denn wenn es in „Renaissance“ heißt „Ich lernte Jazz beim Tanzen. Es ist Zeit für eine Renaissance!“, ist das Programm: Die Therapie entsorgt das Klischee einer Musikrichtung für die Eingeweihten. Sexy, cool und düster sollen die Songs ihre Bewegungsenergie an das Publikum weitergeben. Und das dunkle Zeitalter des Jazz beenden. 2018 wurde der Band das prestigeträchtige Stipendium des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V. verliehen. Kurz darauf erreichte sie das Finale des Biberacher Jazzpreises und gewann beim Sparda Jazz Award 2019 den 2. Platz. Außerdem nahm sie am Future Sounds Jazzpreis 2019 und am Bayrischen Jazzpreis 2021 teil. Kollaboriert hat Die Therapie außerdem etwa bereits mit Sebastian Studnitzky (Jazzanova), Olivia Trummer (Kurt Rosenwinkel Caipi Band), Marc Muellbauer (Julia Hülsmann Trio) und Malte Schiller. Im April 2019 erschien bei X-Jazz Music ihr Debütalbum „Freiraum“, mit dem die Band u. a. bereits beim X-Jazz-Festival Berlin, der Jazzrally Düsseldorf und den Leverkusener Jazztagen auftrat. Ihr Folge-Album Soundtrack For Forward Motion ist im Oktober 2021 bei Jazzlab Hamburg erscheinen. Aktuell ist die Gruppe für den Jazz-Nachwuchs-Preis Burghausen 2022 nominiert.

Arno Grußendorf – Gitarre Mathei Florea – Keys
Conrad Steinhoff – E-Bass Johannes Metzger – Schlagzeug.



Mittwoch 29.06.

Beginn
20.00 Uhr

Ort
Marlene

Ginger Blues feat. Jessie Gordon

Jessie Gordon ist eine australische Jazz- und Bluessängerin die seit einigen Jahren regelmäßig in Europa auf Tournee ist. Mit 16 Jahren begann sie ihre Karriere als Sängerin und hat seitdem in allen vorstellbaren Konstellationen gespielt, vom Jazz Duo bis zur Big Band. Sie hat auf Festivals in ganz Australien gespielt und tourte schon durch Singapur, Deutschland, Frankreich und Spanien. Ihre Shows wurden für 6 Awards nominiert und sie gewann etliche Fringe Musical und Cabaret Awards! Begleitet wird sie von der Crème de la Crème der Berliner Jazz & Blues Szene. Alle 3 spielen schon seit Jahren zusammen und kennen sich aus dem EffEff. Zudem ist jeder der Musiker als Freelancer auf der europäischen Szene tätig! Jan Hirte wurde mit seiner Band Blue Ribbon schon mehrmals für den Bluesaward nominiert und für ihre letzte CD „Let it roll“ für den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Die erste CD von Ginger Blues „Berlin Nights“ wurde in den höchsten Tönen gelobt und stieg bei den I-Tunes Bluescharts gleich auf Platz drei ein. Das zweite Album der Band „unknowable journey“ auf dem Label Berlin Blue Records gewann im Dezember 2020 den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Sparte Blues. Trotz Corona wurde die CD mit Hilfe von vielen Freunden fertiggestellt. Herausgekommen sind 14 Songs, davon 7 Eigenkompositionen. Eine gelungene Mischung aus Blues, Country und Swing. Special guests Tommy Schneller, Titus Waldenfels und Lorenzo Bergamino.