Lisa Stick Quartett

Ursprünglich war die Band nur für einen gemeinsamen Abend gedacht: Für ein Konzert im Januar 2024 stellte die Hamburger Posaunistin Lisa Stick ihre persönliche Traumbesetzung zusammen – mit Cesar Joaniquet aus Aarhus an Tenor- und Sopransaxophon, Anders Jormin aus Göteborg am Kontrabass und Heinrich Köbberling aus Berlin am Schlagzeug. Doch schon an diesem ersten Abend war klar: Diese Besetzung sollte weiter bestehen. Die musikalische Verbindung stimmte einfach zu gut. Es folgten weitere Konzerte, darunter ein Auftritt im Kölner „Loft“ im April 2025, der von Christian Heck aufgenommen wurde. Dort spielte das Quartett erstmals ohne Klavier – zunächst eher zufällig, doch schnell zeigte sich, dass gerade diese Reduktion eine besondere Qualität hatte. Der Verzicht auf ein Harmonieinstrument eröffnete neue klangliche Räume und gab der Musik noch mehr Luft, Tiefe und Beweglichkeit. Die Spielfreude der vier Musiker ist dabei jederzeit unmittelbar spürbar. Lisa Sticks Kompositionen schaffen den Rahmen, in dem diese Offenheit entstehen kann. Sie geben Orientierung, ohne die Musik festzulegen, und lassen viel Raum für Spontaneität und Interaktion. So entwickelt das Quartett einen ganz eigenen Sound – geprägt von Melodien, Farben, Offenheit und der Freiheit, auf das zu reagieren, was im nächsten Moment musikalisch entsteht.
Cesar Joaniquet – Tenor-, Sopransaxophon; Anders Jormin – Kontrabass; Heinrich Köbberling – Schlagzeug; Lisa Stick – Posaune