Sir Bradley

Das Leben ist ein Zirkuszelt! In Zeiten wie diesen, wo Backlash, Kulturkampf und patriachale Allmachtsfantasien weltweit salonfähig werden, heißt es Farbe bekennen und Haltung zeigen. Oder wie es die amerikanische Freejazzerin Jamie Branch formuliert: „It is not always time to be neutral“.  Sir Bradley ist eine queerfeministische Band, die Jazz liebt, ihn aber anders spielt.
Sie bezeichnen ihre Musik als FinalStraightJazz. Ihr hochgradig spannungsgeladener wie feinsinni- ger Sound setzt sich aus einer wilden Mischung aus Modern Jazz, Free, Avantgarde und Indiepop zusammen.
Sir Bradley fährt außerdem einfach so einige Stereotype mal eben vor die Wand. Ageism? Zwischen dem jüngsten und ältesten Bandmitglied liegen 40 Jahre. In einer feministischen Band kann kein Mann spielen? Aber so was von. Die Welt ist binär? Nicht in dieser Band. Jazz ist nur was zum Zuhören? Nicht mit dieser Band. Sir Bradleys FinalStraightJazz ist hochemotional und hochpolitisch.
In den höchst einfallsreichen Kompositionen steigt alles auf: Erinnerungen und Fantasien, Rausch und Melancholie, verlorene Lieben und entfesselte Wut. Sir Bradley lässt all diese Zustände und Stimmungen vibrieren. Pulsierend und fordernd, mit Reibung und Drive. Sir Bradley ist eine richtige Band.
„Swingende Improvisationen, groovende Momente, rockige Statements und ein wunderbar funktionierendes Ensemble-Spiel.“ In Music“
Miles Davis lehnt irgendwo an einer Ecke und nickt goutierend.“ Schallmagazin
Maria Rothfuchs – Bass, Komposition; Samantha Wright – Klarinette
; Doro Offermann – Sax; Rainer Sell – Posaune; Catharina Boutari – Gesang; David Mohr – Gitarre; Annette Kayser – Drums